ab 21.08.2018: Ausstellung in den Räumen der EUTB Halle

Blinde und sehbehinderte Menschen können Bilder nur schwer oder gar nicht auf sich wirken lassen. Auf Initiative von Cornelia Schotte-Wege präsentiert die EUTB Volkssolidarität Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. in Halle derzeit eine Möglichkeit, wie es doch gelingen kann: Alle ausgestellten Bilder der Hallenser Künstlerin Franziska Appel werden mit einem QR-Code versehen, über den sich die BetrachterInnen eine Bildbeschreibung des Gemäldes herunterladen können. Zusätzlich gibt es einen Audio-Guide, auf denen die Bildbeschreibungen den BesucherInnen vorgelesen werden. Die Ausstellung wird noch bis zum 31.12.2018 in den Räumen der EUTB für Interessierte zu sehen sein. Wenn Sie sich gern über barrierefreie Kunst informieren möchten oder selbst blind oder sehbehindert sind und sich für die hörbaren Bildbeschreibungen interessieren, wenden Sie sich gern an die EUTB der Volkssolidarität Halle. Da sich die MitarbeiterInnen Zeit für Sie nehmen möchten, ist eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich.

 EUTB
Leipziger Str.99
06108 Halle
mobil: 015173069604
mail: cornelia.schotte-wege(at)volkssolidaritaet.de, uwe.loese(at)volkssolidaritaet.de 

Öffnungszeiten:
Montag 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Freitag 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Donnerstag 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

 

04.05.2018: Querschnitte & Querköpfe - Lesung & Ausstellung

Fotos: Matthias Raasch

Der Autor Benjamin Schmidt und die Künstlerin Franziska Appel präsentieren einen Querschnitt ihrer Arbeiten, die sich gemeinsam dem Thema Inklusion auf kreative Weise nähern – als Lesung, als Bilderausstellung und als erotisches Kunst- und Literaturprojekt.

Da ist zunächst Benjamin Schmidt mit seinem Roman „Schon immer ein Krüppel“ über die eigene Querschnittslähmung, der die Querschnittslähmungen in den Köpfen aller offenbart, welche uns oftmals daran hindern, einmal verfestigte Denkmuster zu verlassen.

Inklusion wird aber gerade dort möglich, wo Menschen bereit sind, diese Denkräume zu verlassen und umzudenken – Querdenker*innen und Querköpfe eben. Wie Franziska Appel, die mit der Idee, blinden und sehbehinderten Menschen einen Zugang zu ihren Bilderwelten zu ermöglichen, neue Wege beschreitet.  Einen (Quer)Schnittpunkt finden die Arbeiten von Künstlerin und Autor mit dem gemeinsamen erotischen Kunst- und Literaturprojekt, das es mit Texten und Bildern gezielt auf die vorhandenen Denkbarrieren in Bezug auf Sexualität und Behinderung abgesehen hat.


03.07.2015: Lange nacht der Wissenschaften

Am 3. Juli fand die zweite Ausstellung in diesem Jahr im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften statt. Nicht nur das gute Wetter, sondern auch der Parcours mit ferngesteuerten Traktoren, sorgte für regen Publikumsverkehr und viele interessierte Betrachter. So kam es auch, dass gleich mal ein Bild in einem Blog eines amerikanischen Gastwissenschaftlers erschein.

Danke für die Aufnahmen an Ralf Kircheis, Britta Paasche und Daniela Schimming

09.05.2015: Inklusionspreis Mosaik aus Mitteldeutschland

Die Ausstellungspremiere von Franziska Appel fand im Rahmen der feierlichen Verleihung des Inklusionspreises Mosaik ( http://www.mosaik-mhl.de ) statt. Alle ausgestellten Bilder waren mit einem QR-Code versehen, über den sich die Betrachter eine Bildbeschreibung des Gemäldes herunterladen konnten. Zusätzlich gab es auch einen Audio-Guide, auf dem die Bildbeschreibungen dem Besucher vorgelesen wurden. Dieses Angebot stieß auf großes Interesse und wurde rege genutzt. Das Feedback war durchweg positiv: Der erste Versuch einer barrierefreien Ausstellung ist gelungen und am Ende schafften es sogar zwei der Bilder ins Fernsehen :-)

Ein herzliches Dankeschön geht an Franziska Lutzmann, Achim Raasch und Franziska Rückert, die die Bilder beschrieben haben! Ein weiteres Dankeschön geht an den Sprecher für den Audio-Guide: Franky von Tide!

Impressionen

Zitat einer Besucherin: "Jeder ist ja da anders. Ich fühle mich so ein wenig wie vor einem Geschichtenerzähler, der ein großes Buch mit faszinierenden bunten Bildern aufschlägt und ich darf dabei sein und alles sehen. So unbefangen miterleben können, ohne Gefühle des Beschränktseins, das habe ich als ganz kleines Kind erlebt und dann wurde alles immer komplizierter und der Genuss von Bildern wurde zunehmend von der Sehbehinderung getrübt."